ARGENTINIEN, BOLIVIEN, PERU 2025

11.2.2026

Werte Leser,

die Einträge der letzten Etappe waren bzw. sind nur sehr oberflächlich und für ein Tagebuch eigentlich unzureichend. Doch spiegeln sie ein paar Ereignisse und vor allem ein wenig die Gesamtsituation dieses Reiseabschnittes wider. Wahrscheinlich zeigt es auch die Gefühlslage während dieser drei bis vier Monate des Reisens. Gesamt betrachtet war es ein wirklich toller Abschnitt, relativ anstrengend, immer irgendwie der zeit hinterher, teilweise unentspannt und mit sehr vielen unvorhergesehenen, zeitraubenden Zwischenereignissen gespickt. Ein wenig weiß ich freilich, warum das auch so ist, allerdings behalte ich diese Erkenntnisse einmal für mich.

Nur noch eine Ergänzung: Ich bin Mitte Oktober gut in Österreich angekommen. Ich war extrem froh wieder zurück zu sein, weil meine Seele auch schon ziemlich intensiv heimjammerte.

Nachstehen sind nun meine spärlichen aufgelistet und wie bereits erwähnt, findet man bei Instagram einige Vlogs, die die Situation widerspiegeln.

Besten Gruß, Friedl

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27.09.2026

Liebe Leute!

Ich habe das Tagebuch hier auf dieser Seite ziemlich vernachlässigt. Bei Instagram habe ich dafür wesentlich mehr verfasst.

Was ist also seit Argentinien passiert? Ziemlich viel!

Ich habe Bolivien komplett durchquert, wobei ich die meisten Kilometer im Tiefland des Amazonasgebietes (Trockenzeit) absolvierte. Das Tiefland ist weitgehend eine andere Welt, einerseits seitens des Klimas andereseits spürt man hier im Vergleich zur Etage höher im Altiplano doch wesentlich geringer die typische, bolivianische Kultur. Ich bin im letzen Monat weitestgehend meiner geplante Route gefolgt, doch immer wieder, eigentlich schon seit Anbeginn dieser Etappe, gab es ständig irgendwelche Verzögerungen und Sonderereignisse. Neben einigen Schweirigkeiten mit dem Wüstenfuchs - undichter Tank, zerstörter Auspuff, und eineiges mehr, war beispielsweise die Konfrontation meines linken Mittelfingers mit einem Lüfter eine unerfreuliche Sache, wodurch ich auch einmal ein Krankenhaus in Bolivien von Innen kennenlernen konnte. 

So unscheinbar und weniger von Touristen besucht das Tiefland auch ist, so gibt es doch einiges an interessanten Örtlichkeiten. Die Jesuitenorte einerseits, die allesamt sehr schön resaturierte Kirchen vorzuweisen haben, aber auch sehr schöne landschaftliche Besonderheiten, wie Tafelberge mit ausgezeichneter Aussicht, bei Conchis  oder Robore oder die Aguas Termales beim Ort Aguas Calientes, wo ich eine angenheme Zeit verbrachte. 

DIe Route führte mich also von Santa Cruz über San Jose de Chiquitos nach Trinidad und letztlich bis nach Rurrenabaque, von wo aus ich die Pampa um den Rio Yacuma besuchte, wo extrem viel Caimane zu beobachten waren. 
Vorn Rurre ausgehend näherte ich mich wieder den Bergen und legte eine ziemlich ungemütliche Strecke durch die Gebiete der Goldwäscher nach Mapiri , über Sorata und weiter ins Altiplano zurück, um letztlich bis zum Titicacasee zu gelangen.

Wie gesagt das ist hir nur ein sehr grober Überblick, man möge mir bitte meine Schreibfaulheit verzeihen und bei Instagram reinschauen

Zu erwähnen ist freilich auch die schwierige Spritsituation in Bolivien, die nach wie vor gegeben ist und doch einige Male die Organisation der Fahrzeugnahrung auf ungewöhnliche Art notwendig machte. Aber es gelang immer wieder, Sprit aufzutreiben, ohne sich tagelang an der Tankstelle anstellen zu müssen.

Vom Titicacasee aus ging es dann am Ostufer bis nach Peru und bis in die Inkahauptstadt Cusco, wo ich mit 22.9. einlangte.

Der Plan ist, den Pinz hier in Cusco stehen zu lassen und mit dem 11.Okt. die Heimreise anzutreten.

Plan der Rückkunft und Weiterfahrt: April 2026.

Genauere Berichte folgen dann bei meinen Vorträgen und regelmäßiger Info auf Instagram.

LG aus Cusco,

Friedl

 

 

25.8.2025

... jetzt habe ich gerade erst bemerkt, dass ich schon ewig keinen Eintrag gemacht habe. 

Eineinhalb monate bin ich schon wieder auf Achse und vieles ist passiert. Eines vorweg: Es fühlt sich dieses Mal ganz anders an, doch was das genau ist, kann ich nicht sagen. Regelmäßige Nachrichten hat es auf  bei INSTAGRAM (aroundtheearth.world) gegeben, dort kann man eigentlich auch alles im Wesentlichen mitverfolgen. Doch was ist passiert seit der Abreise aus Salta? Wettermäßig hatte es sich zunehmend gebessert und es wurde angenehmer und wärmer, was schon einmal grundlegend stimmungsaufmunternd war. 

Von Salta aus besuchte ich noch in Argentinien die Termas des Jordan, und ich versuchte das Tal des Rio Iruya von Osten aus zu durchfahren, also von Isla de Cania aus, doch auch diesesmal schafft ich es ncht ganz. Im Herbst letzten Jahres versuchte ich es von der anderen Seite aus also vom Ort Iruya Richtung Osten, doch auch da konnte ich die zentralen 3 Kilometer nicht passieren, da es keinen Weg gab, der nämlich jedes Jahr in der Regenzeit durch die Wassermaßen zerstört wird. Und auch jetzt war der Mittelteil noch nicht pasierbar. Dafür musste ich ca. 10 Mal den Fluß queren, was einiges dem Wüstenfuchs abverlangte und einige Kollateralschäden verusachte (Tank schwer angeschlagen und undicht geworden sowie Auspufftopf abgerissen.)

Das sollte es für Argentinien gewesen sein. Letzte Aktion in Argentinien war allerdings das komplette Auffüllen aller Tanks, gesamt rund 200 Liter, da in Bolivien wieder mit einer extremen Dieselknappheit zu rechen war.

 

 

10.7.2025

Seit gestern bin ich endlich unterwegs. Die vergangenen 14 Tage waren mühsamer als gedacht. Unerwartete Problemzonen am Pinzi fraßen mir die Zeit weg. Dabei konnte ich Vieles, aber längst nicht alles, erledigen. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, um endlich loszustarten.

Die nächsten ziemlich genau drei Monate werde ich von Salta in Argentinien aus über Bolivien nach Peru fahren. Insgesamt wird meine Route ungefähr 5000 Kilometer ergeben. Es gibt ein paar Fixpunkte, doch Pläne sind bekanntlicherweise abänderbar bzw. werden durch Unerwartetes verändert. Ich hoffe allerdings, dass es bei meiner Route bleibt.

Am kürzesten wird der Teil in Argentinien ausfallen, dort sind im Prinzip nur zwei Wegpunkte angedacht, bevor ich dann zur bolivianischen Grenze komme. Die Eigenart und Charakteristik  Boliviens ist etwas Besonderes, auch die derzeitigen Spannungen im Vorfeld der Präsidentenwahl werden ihre Auswirkungen zeigen, speziel was die Spritverfügbarkeit anbelangt. Diesmal werden auch auch alle Möglichkeiten genutzt, um möglichst viel Diesel aus Argentinien mitzunehmen.

Erstes Ziel in Bolivien wird Santa Cruz sein. Insgesamt werde ich mich in Bolivien weitgehend im Tiefland aufhalten, das Hochland war bereits letztes Jahr an der Reihe. Ich werde  wahrscheinlich den gesamten August in Bolivien bleiben und dann nach Peru übersetzen. Dort stehen speziell die Relikte der Inka im Mittelpunkt, auch jene abseits der allzu bekannten Touristenattraktionen.

Endstation, zumindest was das Parkieren des Wüstenfuchses betrifft, wird wahrscheinlich Cusco sein, ich werde mich allerdings am 12.Oktober von Lima aus wieder Richtung Heimat  begeben. Wie ich nach Lima kommen werde, steht noch in den Sternen. Wir werden dann schon sehen.

Ich bin neugierig, ob meine Grobpläne halten.

Ich werde berichten. Live tracking ist hier  aktiv.

LG, Friedl

 

 

Start am 24.6.2025